Tagebuch vom 1. Segeltörn des Saildream 1 e.V. auf der "Wappen"

Die schönsten Bilder unseres Törns 22.09.2008 - 27.09.2008 hier.



die Schwesterschiffe auf der Hansesail 2007 Prolog, 17.09.08, 17:26 Uhr,
Belzig (Udo)


Also doch... ein Segeltörn mit Hindernissen.

Nun ist es amtlich: Wir segeln „Wappen von Ueckermünde“ und das rund um Rügen. Eben habe ich die letzten Mails weggeschickt – und es waren keine Törnabsagen. Dennoch – die letzten Tage (Wochen) können ohne Frage als niederschmetternd gelten. Erst wurden alle Förderanträge für unser erstes integratives Jugendprojekt „rund um Rügen“ abgelehnt; sicher auch wegen Fehlern auf meiner Seite. Dann fanden sich einfach nicht genug Kurzentschlossene mit Urlaub zur richtigen Zeit. Von allen Seiten bedauernde Absagen und ein „im nächsten Jahr ganz bestimmt...“ Danke Leute, dass Ihr es wenigstens versucht habt – ehrlich.

Einige Enthusiasten sind wir nun aber doch. Und jede Pechsträhne geht auch irgendwann zu Ende.

Danke Wendel „mein Alter“ für die rettende Idee, unseren Törn bei Globetrotter zu veröffentlichen. Ich hab es nicht für möglich gehalten, wir hatten Resonanz. Dennis hat sich bei uns gemeldet und will gemeinsam mit uns segeln. Ohne uns zu kennen und auch ohne Segelvorkenntnisse. –Respekt – Wenn alles so läuft, wie besprochen, kommt er Sonntag nach Belzig und wir starten gemeinsam nach Ueckermünde. Unser erstes Saildream1-Segelabenteuer hat begonnen.

Wie es weitergeht, könnt Ihr auf dieser Seite verfolgen. Wir werden ab Montag den 22.09.2008 versuchen, jeden Abend einen neuen Eintrag zu veröffentlichen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Euer Udo



traumhaftes Segeln Tag 1 Wappen von Ueckermuende Belzig, Ueckermünde, Trzebiesz, Ziegenort (Udo)

Alle Mann an Bord....
das war eine kurze Nacht. Früh gegen sechs Uhr ist sie vorbei. Gestern kam Dennis aus Mainz an. Der erste Mann ist also an Bord. Die Suppe für die erste Bordverpflegung ist gekocht und verpackt. Der Kuchen auch. Alle Sachen liegen gestapelt im Flur. Wir sind reisefertig. Jetzt warten wir auf Olli, mit dem wir fahren wollen. Die erste und einzige Schrecksekunde passiert, als er nicht zur verabredeten Zeit ankommt. Wenig später rollen wir dann doch und sind endlich auf dem Weg. Wir erreichen Ueckermünde nach völlig problemloser Fahrt.

Mit uns kommen Heiko und Sebastian aus Görlitz an. Perfektes Timing.

Wenn das so reibungslos weitergeht, gibt es nichts zu befürchten.

Gemeinsam mit Christoph, Heiko und Sebastian machen wir uns an den Einkauf der Bordverpflegung. Auch das ist kein Problem, wenn gleich ich am Ende staune. Als Single habe ich selten so viele Lebensmittel auf einem Haufen gesehen. Beachtlich. Inzwischen haben die Anderen die Suppe erwärmt und es gibt das erste Mittagessen an Bord. Das erste Mal kommt Ruhe auf und alle sind zufrieden. Es folgt die Vorstellung eines jeden von uns sowie die unausweichliche Sicherheitseinweisung an Bord. Während Dennis und ich noch das Geschirr spülen (Backschaft haben) wird an Deck alles zum Ablegen vorbereitet. Aus der Pantry heraus können wir die ersten Bewegungen auf unserem Törn verfolgen - Wir sind unterwegs. Nach einigen Minuten unter Motor erreichen wir über die Ücker das Stettiner Haff. Alle sind wir nun an Deck. In gemeinsamer Arbeit gehen die Segel auf.

Dann segeln wir und die Sonne ist auf unserer Seite. Der Wind ist eher lau an diesem Tag, so hat keiner mit der Seekrankheit zu tun. Wir segeln in den Abend hinein in Richtung Polen. Gegen 20.00 passieren wir die Grenze und der Wind ist nur noch ein laues Lüftchen. Also Segel einholen und den Diesel anwerfen. So tuckern wir durch die Nacht. Jeder hängt ein wenig seinen Gedanken nach. Nur Heiko nicht, der muss steuern und Henry gibt den Kurs vor. Die Ruhe hat sich unbemerkt an Bord eingeschlichen. Das letzte Erlebnis des Tages ist die Nachtansteuerung von Trzebiesz. Gegen 22:00 liegen wir am Pier. Ein gemeinsames Abendbrot noch und die Müdigkeit senkt sich über das Schiff.





integrative Segelaction auf der -Wappen- Tag 2 Segeltörn von Trzebiesz, Ziegenort nach Swinoujscie, Swinemünde (Olli)

Der Morgen erwacht...
Heiko und Sebastian haben das Frühstück vorbereitet. Nach dem Frühstück geht es endlich los der Ostsee entgegen.

Von Trzebiesz (Ziegenort) über das Stettiner Haff, wo wir einen ersten Eindruck von der wunderschönen Natur bekommen haben, durch die Kaiserfahrt.

Kurz vor Einfahrt in die Ostsee haben wir noch eine Ehrenrunde gedreht, um das von Christoph köstlich zubereitete Mittagessen an Bord genießen zu können. Dies war für uns die Stärkung unserer ersten Feuertaufe.
Wir sind auf die Ostsee rausgefahren, um Schiff und Mannschaft kennen zu lernen. Das Wetter war bewölkt Die Geschwindigkeit stellte sich auf 6 - 7 Knoten ein. 15.25 Uhr 53 Grad 59 Min N 14 Grad 17 Min E haben wir eine Wende vollzogen. Danach stellten sich temporäre Ausfallerscheinungen einiger Crewmitglieder ein. :)

Jedoch standen alle ihren Mann. Gegen 17.10 Uhr sind wir in Swinoujscie (Swinemünde) gelandet. Hier hieß es, die Gegend erkunden und erst mal "Duschen für alle". Es folgte ein geselliger Abend im Hafen, begleitet von polnischen Volksweisen der im Hafen liegender Schiffe.
Ein anstrengender aber auch erfahrungsreicher und schöner Tag neigt sich spät dem Ende...



Meditation am Ruder Tag 3 von Swinemünde nach Kaminke, Usedom (Heiko)

Heute ist es an mir...
(Heiko) ein paar Zeilen in unser Bordtagebuch zu schreiben. Nun liegen wir hier um 22.30 Uhr vor Anker im Haff, über uns sternenklarer Himmel, wie ich ihn von früher aus den Bergen kenne.

Es ist viele Jahre her, dass ich in Deutschland so klar die Milchstraße über mir entdeckte - ich war ein Kind und es war in den Bergen. Nun aber wiegt sich unser Schiff im Takt der Wellen, welche leise an den Rumpf schlagen.

So müssen sich Babs wohl auch im Schoß einer Wiege fühlen. Die ersten der tapferen Seemänner schlafen schon, obwohl an Bord noch Trubel ist und der Sprechfunk von "Wolgast Travic" blechern durch das Kartenhaus dröhnt. Aber der Reihe nach.

Früh am Morgen, die Sonne bricht ihre Strahlen in den Prismen der Deckfenster. Schönes Wetter, das Tief hat sich verzogen.
Wir scherzen am Frühstückstisch über den vergangenen Tag und was der neue bringt. Gemeint ist eine Windgeschwindigkeit von 6 bft, was schon eine steife Brise ist.

Gestern hatte die dazugehörige Wellenbewegung zu peristaltischer Rückwärtsbewegung einiger Mägen geführt. Die Erzählungen dazu lassen bei dem einen oder anderen eine gewisse Blässe über das Gesicht huschen.

Aber so schlimm soll es nicht kommen. Wir starten in Richtung Meer und ich habe das Vergnügen, das Steuer in die Hand zu nehmen. Die Schwimmwesten sind übergestreift, die Spanngurte eingeklinkt und so beginnt der Tanz auf den Wellen.

Unser Kurs führt uns 2 Stunden Richtung Nordost. In einiger Entfernung liegt Usedom mit seinen drei Kaiserbädern. Sonne, Meer, Wind - was wollen wir mehr? Wir genießen es, wenn die Gischt über die Bordwand spritzt und freuen uns diebisch, wenn es den einen oder anderen nass spritzt, auch Daniela und ihr Buch benetzt das salzige Wasser.

Nach einer Wende und einigen Schiffsbegegnungen geht es zurück in Richtung polnischem Festland. Am Abend wollen wir im Haff sein.

Unsere Crew hat einen Zielort ausgemacht, den die "Wappen" auch noch nicht gesehen hat - Kaminke. Es ist unklar, ob wir diesen erreichen. Das Schiff hat einen Tiefgang von 2,30m, die Hafeneinfahrt eine ausgewiesene Tiefe von 2,50m.

Der Wind steht günstig, was einen Versuch vielversprechend erscheinen lässt. Langsam schiebt sich das Schiff Meter für Meter voran.

Plötzlich stoppt es abrupt 2 Bojen vor dem Hafenbecken. Wir sitzen auf. Versuch gescheitert. Henry manövriert die "Wappen" souverän aus dieser misslichen Lage und die Entscheidung ist schnell getroffen, wir ankern.

Eine Seemeile vor Land Anker runter, Ankerball und Ankerlicht rauf. Und was ist mit Tee? Na klar. Tee mit einem kräftigen Schluck Rum - das gehört zu einer richtigen Seefahrt.

Wir sitzen im Kartenhaus und klönen bis spät in den Abend. So hat uns die Nacht in ihren Bann gezogen und trägt unsere Gedanken und Träume auf den Wellen der Meere.



Abendstimmung Tag 4 Donnerstag 25.September 2008 (Dennis)

Die Nacht war sehr früh beendet. Gegen 4:30 wurde das ganze Schiff durch schnarchende Mitsegler aus dem Schlaf gerissen. Dummerweise lag ich am nächsten an den Kojen dieser beiden Kameraden. Meine einzige Chance war die Flucht ins Kartenhaus. Dort konnte ich die eingeteilte Ankerwache ablösen und mir die Zeit bis zum Sonnenaufgang mit der Überwachung der Bordinstrumente vertreiben. (Ehrlich gesagt, habe ich wie die Ankerwache vor mir, auf die Technik vertraut und mich wieder in tiefe Träume geflüchtet). Sebastian und ich waren die ersten, die wieder auf den Beinen waren. Ohne groß Worte zu verlieren, machten wir uns an die Zubereitung des Frühstücks.

Beim Blick aus dem Bullauge kündigte sich ein sonniger Tag an. Wind war aber zu diesem Zeitpunkt noch keiner zu sehen. Nach und nach wachte der Rest der Crew auf und versammelte sich zum Bestaunen der Kormorane auf dem Oberdeck. Die Kormorane flogen in einem riesigen Schwarm übers Wasser und erbeuteten sich ihr Frühstück. Dies hörte sich an wie das Rauschen auf einem Autobahnrastplatz.

Nach leichtem Zureden verrichtete auch das Dieselaggregat seine Arbeit und die Aufbackbrötchen konnten in den Ofen geschoben werden. Einem guten Start in den Tag stand nichts mehr im Wege. Durch die zweigeteilte Frühstückssituation kam an diesem Morgen Konkurrenzdenken zwischen den beiden Tischen auf. Nachdem klargestellt war, dass der Tisch von Daniela, Paula und mir der Kindertisch sei, war der Blödelei kein Einhalt mehr geboten.

Unter dem Motto „Anker hoch und ruf die Tücher“ ging es bei bestem Segelwetter (Windstärke 4 und Sonnenschein) auf dem Haff immer hin und her. Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 8 Konten war für alle an Bord Spaßsegeln angesagt. Je nach Kurs hatten wir eine Kränkung (Schräglage) von teilweise 30°, sodass sich unsere „Rollis“ mit Hilfe von Lifebelts gegen Wegrollen sichern mussten. Gegen 15:00 liefen wir unter Segel wieder in den Hafen von Ueckermünde ein, um Heiko und Sebastian zu verabschieden. Beide hatten leider berufliche Termine und konnten unseren Ausflug nicht bis zum Ende begleiten. Heiko wurde die große Ehre zuteil, die Wappen von Uekermünde unter Anleitung unseres Skippers ans Ufer zu bringen. Somit ist nun auch bewiesen worden, dass auch „Touristen“ anlegen können.

Der schmerzhafte Abschied von unseren zwei Mitstreitern wurde am Abend nochmals überschattet von einem unvorhersehbaren Ereignis. Unsere Co-Skipperin Daniela verkündete nach einem kurzen Ausflug nach Hause ebenfalls, dass wir auf sie verzichten müssen. Unsere Gruppe hatte sich an dem heutigen Tag von anfangs 9 auf gerade einmal 6 Segler verkleinert. Mit dieser dezimierten Besatzung ist nach Aussage von Olli morgen sportives Segeln angesagt. Mal sehen, was der Morgen bringt... ...wir lassen uns auf keinen Fall unterkriegen und verbrachten noch einen gemütlichen Abend in kleiner Runde an Bord.



Farbspiele Tag 5 Freitag 26.September 2008 (Christoph)

Die ganze Woche hatte ich mich davor gedrückt, einen Tagesbericht zu schreiben. Das habe ich nun davon: der vorletzte Tag eines Törns ist meines Erachtens immer der Wehmütigste. Ausgerechnet ich musste nun über diesen Tag schreiben. An dem Heimat-Pier liegend schickte sich der Rest der Crew an, wir waren auf 6 geschrumpft, noch einmal das Haff zu besegeln. Der einstimmige Beschluss, doch erst am 27.09. nachmittags in Ueckermünde zurück zu sein, zögerte die Wehmut noch ein bisschen heraus; hatten wir doch noch einen vollen Segeltag vor uns. Unser Ziel war „Karnin“, ein idyllischer Hafen am Beginn des Peenestroms.

Eine gute Sm (Seemeile= 1,852 Km) unter Motor und wir hatten das Haff erreicht. Bei 3 Bf Windstärken setzten wir nach und nach alles an Tuch, was wir zur Verfügung hatten. Auch der „Fisherman“ musste hoch. Der Fisherman ist ein Segel von ca 85 qm Fläche, welches quasi auf dem Kopf steht. Es wird in einer Art Gabel, ähnlich wie bei einem Surfsegel geführt. Für einen Segler wie mich, der nur Slup getakelte Boote gefahren hat, ist das schon eine imposante Erscheinung. (Slup getakelt heißt: Großsegel und 1 Vorsegel). Der Wind kam aus NO, so konnten wir auf „Am-Wind-Kurs“ ca. 4 Sm nach Norden segeln.

Bei Position 23° 49,3’ N und 014° 04,3’ E fielen wir ab auf „Raumschot-Wind“ und segelten so nach Westen auf den Peenestrom zu. Die Logge hatte sich mittlerweile verabschiedet und wir bestimmten unsere Geschwindigkeit mittels „Reelingslog“. Eine Bananenschale wurde am Bug ins Wasser geworfen und die Zeit gestoppt, bis sie am Heck ankam. Das Resultat waren 0,5 Knoten, also ca. ein knapper Kilometer pro Stunde. Na ja, zumindest verlängerte es unsere Zeit auf dem Wasser. Mit leicht auffrischendem Wind wurden wir wieder schneller, und unsere Logge war dann wieder bereit, uns die höhere Geschwindigkeit anzuzeigen. Trotzdem fand Henri die Muße, die Schiffsglocke akribisch zu polieren. Olli, unser etwas schlechter sehender Rollifahrer( - 12 Dioptrien, oder wie die Tierchen heißen), saß am Ruder und er freute sich über das überdimensional große Peilobjekt: eine alte Eisenbahnbrücke. Die war nun wirklich nicht zu übersehen! Danke Olli, dass Du uns sicher dorthin geführt hast. Henri, unser Skipper, hat das Schiff dann sicher in den Hafen gefahren, denn die Einfahrt war sehr flach.

Bei unserer Ankunft lagen nur 2 Schiffe im Hafen, das sollte sich aber noch ändern. Nach und nach füllten sich die Anlegestege, denn für den Samstag war eine Kutterregatta angesagt. Leider konnten wir die nicht mehr verfolgen, denn wir mussten ja früh zurücksegeln. Wir vertrieben uns die Zeit mit klönen, rumalbern und dem ein oder anderen Tropfen guten Wein, den wir Dennis zu verdanken hatten. Ganz besonderen Dank dafür an Dich, Dennis. Ganz besonders möchte ich auch unserem Skipper Henri für die vielen angenehmen Gespräche danken, die ich mit ihm hatte. Auch wenn ich als ältester der Crew schon etwas länger der Segelei verschrieben bin, habe ich auf diesem Törn `ne Menge gelernt. In erster Linie habe ich das Daniela und Henri zu verdanken. Ich freue mich riesig auf den nächsten Törn auf der „Wappen“.
Christoph, der Saildreamer.



Kutter im Nebel Tag 6 Samstag 27.09.08 Ueckermünde - Belzig (Udo)

Ich hatte sie schon fast vergessen, die Melancholie des letzten Tages. Oft erlebt auf den Lutgerdina-Törns in den Niederlanden, trifft sie mich heute mit voller Wucht. Das Wetter tut sein Übriges. Nach dem wundervollen Sonnenuntergang von gestern ist dicker Nebel über Karnin und dem Haff aufgezogen Der legt sich nun auch auf die Seele.

Durch die „Suppe“ tasten wir uns ganz langsam zurück Richtung Ueckermünde. Jeder hängt irgendwie seinen Gedanken nach. Ich denke kurz an die Kutter, die heute eine Regatta segeln wollen. Schemenhaft sind sie am Ufer zu erkennen - wird wohl noch dauern, dass mit ihrem Start. Paula steht unterdessen am Ruder und macht unter diesen widrigen Bedingungen einen tollen Job. Irgendwann gegen Mittag reißt die Nebelwand etwas auf. Wir erreichen Ueckermünde, tanken das Schiff auf und Paula fährt das Anlegemanöver. Sie schafft es und wir sind zurück von unserem ersten Saildream-Abenteuer. Dennis kümmert sich heldenhaft um die Sauberkeit unter Deck. Christoph macht mit Druckschlauch und Schrubber oben „klar Schiff“

Nach und nach verwandelt sich der Anleger in ein Material- und Vorrätelager. Da wir uns beim Einkauf heftig verschätzt haben, geht es kurzfristig zu, wie auf einem arabischen Basar. Wir verteilen alles untereinander, was wir in dieser Woche nicht aufgegessen haben. Dann sind die Autos gepackt und es reißt das Band, das uns in den letzten Tagen unsichtbar zusammenhielt.

Freundlich aber bestimmt schmeißt uns Henry raus, „Haut endlich ab –ich will nach Hause“ ruft er. Einmal noch umarmen wir einander, versprechen, dass wir wiederkommen. Dann sind wir auf dem Heimweg.



das Septemberteam Epilog

Eine Woche später pfeift hier in Belzig der Wind ums Haus. Es ist ungemütlich und kalt vor der Tür, die Sonne vom Haff aber ist in meinen Gedanken. Langsam lässt die Wellenbewegung in meinem Körper nach, der feste Boden hat mich wieder.

In den letzten Tagen noch war ich gefangen von allem, was wir gemeinsam erlebt haben. Euch allen sage ich dafür danke.
– Es war großartig mit Euch -

Danke Daniela, Paula und Henry von Zerum Ueckermünde e.V. Danke auch an Dennis, Olli, Heiko, Sebastian und Christoph.

Auch an Julia, Denis (DHS Media) und Stephan, die von zu Hause an unserer Seite waren, geht mein Dank.

Ohne Euch alle hätte es nicht geklappt. Ich hoffe Ihr bleibt Saildream1 gewogen, wir sehen uns bald wieder und segeln zusammen. Bis dahin alles Gute für Euch
Euer Udo